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Wertbeitragsmodell des Facility Managements

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Wertbeitragsmodell des Facility Managements mit messbaren Auswirkungen auf Unternehmensergebnisse

Den Beitrag des Facility Managements zur Unternehmensleistung sichtbar machen

Facility Management wird häufig über Kosten, Flächen, Anlagen und Service-Level gesteuert. Diese Größen sind wichtig, beantworten aber nur teilweise die entscheidende Managementfrage: Welchen Beitrag leisten Gebäude, Infrastruktur und Facility Services tatsächlich zum Erfolg der Organisation?

Die bestehende Microsite stellt bereits heraus, dass wertorientiertes FM Unternehmensziele, Bedürfnisse, Funktionen und Ressourceneinsatz miteinander verbinden muss. Wert wird dabei nicht ausschließlich als Kostenreduzierung verstanden, sondern als Verhältnis zwischen erfüllten Bedürfnissen und eingesetzten Ressourcen. Ein Wertbeitragsmodell übersetzt diesen Grundgedanken in eine konkret steuerbare Struktur.

Wertbeitragsmodell des Facility Managements analysieren

Mit dem Unternehmensziel beginnen

Die Analyse sollte nicht mit einzelnen FM-Leistungen starten.

Am Anfang stehen strategische Ziele der Organisation, beispielsweise:

  • Produktionsfähigkeit erhöhen,

  • Fachkräfte gewinnen und halten,

  • Versorgungssicherheit sichern,

  • Innovation beschleunigen,

  • CO₂-Emissionen reduzieren,

  • Wachstum ermöglichen,

  • Betriebskosten beherrschen.

Anschließend wird gefragt, welche infrastrukturellen Voraussetzungen diese Ziele benötigen.

Eine Produktionsstrategie kann etwa stabile Energie- und Medienversorgung verlangen. Eine Personalstrategie kann attraktive, gesundheitsfördernde Arbeitsumgebungen benötigen. Eine Wachstumsstrategie kann flexible Flächen und ausreichende technische Reserven voraussetzen.

Von der Unternehmensanforderung zur FM-Funktion

Der nächste Schritt beschreibt nicht unmittelbar eine technische Lösung, sondern die benötigte Funktion.

Beispielsweise:

  • Unternehmensziel: hohe Produktionsverfügbarkeit.

  • Benötigte Infrastrukturleistung: kritische Medien jederzeit ausreichend verfügbar halten.

  • FM-Funktion: Energie, Druckluft, Kälte oder technische Gase zuverlässig bereitstellen.

  • FM-Maßnahme: Redundanz, Monitoring, Wartung und Bereitschaft organisieren.

Dadurch wird sichtbar, warum eine bestimmte FM-Leistung überhaupt benötigt wird.

Leistung und Wirkung auseinanderhalten

Ein häufiges Steuerungsproblem besteht darin, Leistung mit Wirkung gleichzusetzen.

„100 Prozent Wartungen durchgeführt“ beschreibt eine Leistung.

Der eigentliche Wertbeitrag kann dagegen sein:

  • weniger Ausfälle,

  • höhere Lebensdauer,

  • geringere Produktionsunterbrechungen,

  • stabilere Energieperformance.

Der Zusammenhang sollte ausdrücklich dargestellt werden.

Wertbeiträge in mehreren Dimensionen betrachten

Nicht jeder Beitrag lässt sich sinnvoll in Euro ausdrücken.

Ein Wertbeitragsmodell kann deshalb mehrere Dimensionen enthalten:

  • wirtschaftlicher Wert: Kosten und Produktivität,

  • betrieblicher Wert: Verfügbarkeit und Prozessstabilität,

  • Nutzerwert: Komfort und Arbeitsfähigkeit,

  • Risikowert: Sicherheit und Resilienz,

  • ökologischer Wert: Energie und Ressourcen,

  • strategischer Wert: Flexibilität und Zukunftsfähigkeit.

Je nach Organisation werden diese Dimensionen unterschiedlich gewichtet.

Ursache-Wirkungs-Ketten entwickeln

Besonders hilfreich sind nachvollziehbare Wirkungsketten.

Beispiel:

bessere Zustandsüberwachung

→ frühere Fehlererkennung

→ weniger ungeplante Ausfälle

→ höhere Anlagenverfügbarkeit

→ geringere Produktionsunterbrechung

→ höherer Unternehmenswertbeitrag.

Solche Ketten machen auch deutlich, wo Annahmen bestehen und welche Wirkung später gemessen werden sollte.

Wertbeitrag regelmäßig überprüfen

Unternehmensziele verändern sich. Ein Gebäude, das heute vor allem Kostenoptimierung unterstützen soll, kann morgen Wachstum oder organisatorische Transformation ermöglichen müssen.

Das Wertbeitragsmodell sollte daher regelmäßig aktualisiert werden.

Facility Management in der Sprache des Kerngeschäfts erklären

Das Modell verändert die Perspektive grundlegend.

Statt lediglich zu berichten:

„Unsere FM-Kosten liegen bei 42 Euro je Quadratmeter.“

kann das FM erklären: „Diese Ressourcen sichern definierte Unternehmensfunktionen, reduzieren bestimmte Risiken und erzeugen folgende messbare betriebliche Wirkungen.“

Damit wird Facility Management von einer Kostenstelle zu einer nachvollziehbaren Wertbeitragsfunktion des Unternehmens.