Ausschreibung Wertschöpfung & Services
Ausschreibung im wertorientierten Facility Management
Ausschreibungen sind im wertorientierten Facility Management weit mehr als ein formaler Beschaffungsvorgang. Sie sind ein zentrales Steuerungsinstrument, um Anforderungen, Leistungsbilder, Qualitätsziele und wirtschaftliche Erwartungen so zu formulieren, dass belastbare, vergleichbare und umsetzbare Angebote entstehen. Gerade bei Leistungen des technischen Betriebsmanagements und der Wartung entscheidet die Qualität der Ausschreibung maßgeblich darüber, ob der spätere Betrieb leistungsfähig, transparent und wirtschaftlich organisiert werden kann.
Aus Sicht von FM-Connect.com muss eine Ausschreibung immer aus der angestrebten Wertschöpfung heraus gedacht werden. Das bedeutet, dass nicht allein einzelne Leistungspositionen beschrieben werden, sondern der gewünschte Nutzen für Immobilie, Nutzerorganisation, Betreiber und Eigentümer im Mittelpunkt steht. Eine gute Ausschreibung beschreibt daher nicht nur, was zu tun ist, sondern auch, welche Ziele mit den Leistungen erreicht werden sollen. Dazu gehören unter anderem Verfügbarkeit, Betreiberunterstützung, Instandhaltungsqualität, Transparenz, Nachweisfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und langfristige Werterhaltung.
Im wertorientierten Facility Management ist dies besonders wichtig, weil technische Betriebsleistungen häufig an den Schnittstellen zwischen Betreiberverantwortung, Instandhaltung, Störungsmanagement, Dokumentation, Energieeffizienz und Nutzerzufriedenheit wirken. Eine rein preisgetriebene Ausschreibung greift deshalb zu kurz. Sie kann dazu führen, dass Leistungen zwar formal erbracht werden, die eigentlichen Betriebsziele aber verfehlt werden. Wertorientierte Ausschreibungen setzen dem einen strukturierten Ansatz entgegen, bei dem Funktion, Qualität, Wirtschaftlichkeit, Risiko und Entwicklungsfähigkeit gemeinsam betrachtet werden.
Gerade bei technischem Betriebsmanagement und Wartung müssen Ausschreibungen so aufgebaut sein, dass sie sowohl operative Leistungen als auch steuernde, dokumentierende und qualitätssichernde Elemente berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise klare Rollenbilder, definierte Prozesse, Schnittstellen zum Auftraggeber, Anforderungen an Dokumentation und Reporting, Regelungen zu Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sowie nachvollziehbare Qualitäts- und Leistungskennzahlen. Erst dadurch wird aus einer bloßen Leistungsbeschreibung ein tragfähiges Instrument für den späteren Betrieb.
